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Verona – eine Stadt, die ihresgleichen sucht

Verona – eine Stadt, die ihresgleichen sucht

„Vae Roma!“: So soll der keltische Heerführer Brennus, der mythische Gründer der späteren Scaligerstadt Verona, die Stadt während eines Kampfes gegen die Römer benannt haben. Bedeutet haben sollen seine Worte in etwa: „Wehe Rom!“

Der alte Name Veronas sollte somit vor der Stadt Rom warnen – und metaphorisch vor dem dort ansässigen Feind. Das heutige Verona ist aber nicht weniger schön als die ehemalige Hauptstadt des alten römischen Reichs. Auch die Stadt von Romeo und Julia besitzt ein Amphitheater, die Arena, das sich im Sommer zum größten Freiluft-Opernhaus der Welt wird. Und genauso wie Rom beherbergt auch Verona viele Paläste und Kunstwerke. So viele, dass ihr historisches Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

 

Ein Spaziergang durch das Zentrum, zwischen Balkonen, Kirchen und Walknochen

Während die Etrusker, Gallier, Römer und Langobarden den Grundstein für die Stadt legten, war es die Familie Scaliger, die Verona, das so genannte „Tor zu Italien“, zu der künstlerischen, architektonischen und urbanen Schönheit machte, die es heute ist.

Verona hat vieles zu bieten, keinesfalls dürfen Sie sich aber beim nächsten Besuch diese Sehenswürdigkeiten entgehen lassen:

Die Arena: Das römische Amphitheater aus rosafarbenen Steinen der Valpolicella wird jedes Jahr im Sommer zum Schauplatz der weltberühmten Opernfestspiele sowie von großen Konzerten und prestigeträchtigen Veranstaltungen.

Das Haus der Julia: Der wohl berühmteste Balkon Italiens ist ein Muss in der Stadt. Unzählige Liebesbriefchen von Verliebten aus aller Welt bedecken die Wände rund um die Bronzestatue der Julia Capulet. Die Brust der Julia zu berühren soll nach dem alten Volksglauben Glück in der Liebe bringen.

Piazza dei Signori: Das ehemalige Machtzentrum der Scaliger ist Standort von Bauten und Monumenten von großem historischem Interesse, etwa von der Statue des berühmten italienischen Dichters Dante Alighieri über die Arche Scaligere, die eindrucksvollen Grabmäler der Scaliger, bis hin zu dem geheimnisvollen Walknochen, der oberhalb des Torbogens der Domus Nova hängt. Es soll sich um eine alte Apothekenwerbung handeln, in der die Heilkraft von geriebenem Walknochen angepriesen wurde.

Die Kirche San Zeno: Das zentrale Rosenfenster auf der romanischen Fassade aus Marmor und Tuffstein ist als „Glücksrad“ bekannt, im Inneren der Kirche schmückt das Triptychon von Maler Andrea Mantegna mit der mittig dargestellten Maria den Altar.

Die Ponte Scaligero: Die 120 Meter lange Scaligerbrücke aus roten Ziegelsteinen, die typisch für das mittelalterliche Verona sind, sollte einen Fluchtweg aus der Stadt über die Etsch bieten. Von der Brücke und dem angrenzenden Castelvecchio kann man heute den Sonnenuntergang herrlich genießen.